Mutter von Denner-Babys ist unzufrieden mit dem Werbespot und will in stoppen.
Foto: YouTube/Denner
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Unterkühlt und überarbeitet: Mutter will Baby-Werbespot stoppen

Die Mutter der beiden Zwillinge, die für einen Denner-Werbespot gefilmt wurden, erhebt schwere Vorwürfe: Eines der Babys soll vor dem Kühlregal gestanden haben, bis es unterkühlt war. Ausserdem seien die Höchstarbeitszeiten nicht eingehalten worden.

Der Denner-Spot zeigt ein Baby, das aus dem Haus läuft und im Denner einkauft – in Windeln und T-Shirt. Der Spot mit den echten Zwillingsbuben wurde für seine Authentizität gefeiert. Er gewann einen Filmpreis und erzielte bisher fast zwei Millionen Views auf Youtube.

Für den Werbespot wurden die Zwillinge einer Mutter aus Deutschland gefilmt. Die Mutter wurde über Instagram kontaktiert und angefragt. Die Mutter sei aber überhaupt nicht stolz auf den Spot.

Mutter von Söhnen abgeschottet

«Ich möchte, dass der Film nicht mehr gezeigt wird.» Sie wolle nicht, dass die Kinder unter diesen Voraussetzungen in der Öffentlichkeit erscheinen. Die Mutter sagt, dass die Kinder weitaus länger als die vereinbarten drei Stunden eingesetzt wurden. Sie habe sich sofort beschwert.

Ausserdem sei bei den Dreharbeiten vergangenen November einer der Söhne sehr lange vor dem Kühlregal gestanden. Beim Wechseln der Windeln habe sie bemerkt, dass er unterkühlt war. Gemäss Aussagen der Mutter, habe man sie während dem Dreh von ihren Kindern ferngehalten.

Denner weist Vorwürfe zurück

Sie habe die Dreharbeiten abbrechen wollen und schrieb der Produktionsfirma einen Tag nach dem Dreh, dass sie vom Vertrag zurücktreten wolle und ihre Einwilligung widerrufe. Als die Bilder ihrer Kinder Monate später im Denner-Spot erstmals gezeigt wurden, liess sie sich von einem Anwalt beraten und meldete sich schriftlich bei Denner.

Denner äusserte sich öffentlich zum Vorfall: «Bei den Dreharbeiten wurde mit grösster Sorgfalt vorgegangen. Das Wohl der Zwillinge hatte oberste Priorität. Denner hat die Vorwürfe geprüft, sie haben sich nicht bewahrheitet.» Mehrfach habe Denner das persönliche Gespräch mit der Mutter gesucht, dieses Angebot sei ungenutzt geblieben. Die Mutter lässt sich nun durch eine Anwältin vertreten.

Ob Babys und Kleinkinder in Werbespots auftauchen sollten, dass bleibt schlussendlich wohl eine unbeantwortete Grundsatzfrage.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. Februar 2022 09:57
aktualisiert: 3. Februar 2022 09:57