Ende Oktober 2022 ist es schon wieder soweit: Zeit für die Zeitumstellung.
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An der Uhr drehen

Fünf kuriose Fakten zur Zeitumstellung

Im Frühling vor, im Herbst wieder zurück: In der Schweiz drehen wir schon seit über 40 Jahren regelmässig an der Uhr. So auch dieses Wochenende wieder: Am 30. Oktober 2022 wird die Uhr nachts um 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt.

Hierzulande wird die Zeit bekanntlich zwei Mal im Jahr umgestellt. Dieses Jahr haben wir am 27. März die Uhren eine Stunde nach vorne gestellt, von 2 auf 3 Uhr. Und im Herbst drehen wieder sie wieder zurück. Diese Umstellung nimmt jedoch nicht jedes Land vor.

Nur die Hälfte der Länder stellt um

Tatsächlich sind es nur etwas mehr als 40 Prozent, die von der Winterzeit auf die Sommerzeit und im Herbst dann wieder zurück wechseln. Die Zeitumstellung ist vor allem in Europa ein Ding. Aber auch dort gibt es Ausnahmen: Die Türkei oder auch Ibiza verzichten auf den Wechsel.

Ein Land, eine Uhrzeit, fünf Zeitzonen

In China sind Zeitzonen Nebensache: Obwohl das viertgrösste Land mit über 1,5 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern eigentlich in fünf der international vereinbarten 24 Zeitzonen liegt, müssen sich alle Landesteile nach Peking richten. So gilt zwar im ganzen Land die gleiche Standard-Zeit – im Osten Chinas steht die Sonne deshalb aber schon um 11 Uhr im Zenit.

Rekordhalter Kanada

Das Land mit den meisten Zeitumstellungen ist Kanada. Im Land der Wälder und Seen wurde 1908 das erste Mal an der Uhr gedreht. Viele andere europäische Länder folgten aber erst viel später, nämlich 1977 – die Schweiz zog sogar erst 1981 nach. Das ist aber noch kein Vergleich zu Libyen: Das nordafrikanische Land führte die Zeitumstellung nämlich erst 2013 ein.

Vier statt zwei Zeitumstellungen

In manchen Ländern gibt es keine, in Marokko gab es 2017 sogar vier Zeitumstellungen. Die Erklärung dafür ist ziemlich komplex – denn aufgrund seiner Nähe zum Äquator bräuchte Marokko eigentlich gar keine Zeitumstellung.

Um seine Wettbewerbsfähigkeit mit Europa zu erhöhen, entschloss sich Marokko 2017 zwischen März und Oktober die Sommerzeit gelten zu lassen. Diese wurde für den Fastenmonat Ramadan dann allerdings unterbrochen. Das Hin und Her sorgte für insgesamt vier Zeitumstellungen in nur einem Jahr – diese Idee wurde deshalb sehr schnell wieder verworfen. In Marokko gilt seither das ganze Jahr über die Sommerzeit. Diese wird nur im Ramadan für einen Monat ausgesetzt, um die Wartezeit bis zum Abend nicht künstlich zu verlängern.

Manuell vs. Automatisch

Die Uhr hat schon lange nicht mehr nur einen praktischen, sondern auch einen ästhetischen Aspekt – sei dies als Armbanduhr oder als Wanduhr. Mittlerweile orientieren sich viele Menschen auch nur noch an den Uhren ihrer Handys oder an den Uhren in der Öffentlichkeit, wie beispielsweise den Bahnhofsuhren. Von denen gibt es in der Schweiz über 5'000 Stück. Diese laufen alle synchron und werden dank des Impulses einer Hauptuhr auch zeitgleich von Winter auf Sommerzeit umgestellt.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 25. Oktober 2022 09:42
aktualisiert: 25. Oktober 2022 09:42