Ferienzeit

Wo du jetzt am besten deine Franken in Euro wechselst

Pünktlich zu den Sommerferien ist der Euro so günstig wie nie. Schweizerinnen und Schweizer, welche im europäischen Ausland Ferien machen, bekommen einen Euro derzeit für weniger als einen Franken.

Der Euro macht derzeit im wahrsten Sinne des Wortes Ferien. Derzeit ist der Euro so günstig wie nie. Doch wo soll man sein Geld wechseln, um den grösstmöglichen Profit herauszuschlagen? «Wenn man Bargeld mit sich führen will, dann bezieht man Euros am besten bei der eigenen Bank oder mit einer günstigen Debitkarte im Reiseland», sagt Benjamin Manz (41), Chef des Finanzvergleichsdienstes Moneyland.ch, gegenüber «Blick».

In welcher Währung bezahlen?

Wer sich dahingehend noch zu unsicher fühlt, kann auch bei seiner Hausbank nach den täglichen Kursen fragen. Am Schalter gelte der Notenkurs und nicht der Devisenkurs, so Manz. Wer also seine Franken beim SBB-Schalter umtauschen möchte, fährt in der Regel schlechter als beim Tausch bei der Bank. Ebenso sollten auch frei stehende Automaten, die oft am Flughafen anzufinden sind, gemieden werden. Dort ist nämlich oft mit horrenden Gebühren zu rechnen.

«Oft braucht es kein Euro-Bargeld mehr», fügt der Tauschexperte an. Denn wer im Euroraum mit der Karte bezahlt, fährt weiterhin am günstigsten. «Debit und Prepaidkarten von Neobanken haben die günstigsten Kurse», so Manz gegenüber «Blick». Für vereinzelte Transaktionen wie das Buchen eines Mietwagens oder die eigene Hotelreservation braucht es meist immer noch eine Kreditkarte. Hier kann eine Faustregel weiterhelfen: Grössere Beträge mit der Kredit-. kleinere Beträge mit der Debitkarte bezahlen. Wichtig ist auch hier, die Transaktionen immer in der jeweiligen Landeswährung abbuchen zu lassen und niemals in Schweizer Franken.

Lohnt sich ein Euro-Konto für den Urlaub?

Weil der Euro-Kurs derzeit so tief ist, könnte sich für einige auch ein Euro-Konto bei der Hausbank in der Schweiz lohnen. Vor allem an Grenzgebieten ist das allemal eine Überlegung wert. «Wer nämlich viele Transaktionen in Euro hat, beispielsweise Grosseinkäufe in Deutschland oder Österreich macht, für den kann sich das definitiv lohnen», berichtet der Experte weiter.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. Juli 2022 11:39
aktualisiert: 13. Juli 2022 11:39