Krankheits-Studie

So (un-)gesund fühlt sich die Schweiz

Eine Studie zeigt, wie sich Schweizerinnen und Schweizer seit Pandemiebeginn fühlen – physisch und psychisch. Die Ergebnisse der Umfrage sind teils besorgniserregend.

Wie gesund fühlen sich Schweizerinnen und Schweizer? Dieser Frage ist die Versicherung CSS in ihrer Gesundheitsstudie nachgegangen. Und das Ergebnis zeigt eine anhaltende Verschlechterung des Zustandes seit Beginn der Pandemie. Anfang 2020 gaben noch knapp über 20 Prozent an, sich nicht vollständig gesund oder gar krank zu fühlen.

Im Juni 2022 sind es bereits 35 Prozent der Befragten, die sich nicht ganz gesund fühlen. Die Pandemie hat in dieser Zeit Spuren hinterlassen: Trotz grossen Impffortschritten hat sich das Coronavirus verbreitet. Auch wenn die Verläufe milder waren, ist das Virus noch immer eine Belastung.

Mehr Krankheitstage pro Jahr

Die Anzahl Krankheitstage haben über die Pandemiejahre zugenommen. Während es im Jahr 2020 noch 3,3 Krankheitstage waren, sind es nun bereits 4,3 Tage. Lediglich ein Viertel der Befragten war in den letzten zwölf Monaten nie krank. Gestiegen ist auch die Anzahl Personen, die mehr als zehn Tage krank waren. Hier gab es einen Nachholeffekt von klassischen Viren und eine Zunahme von Covid-19-Erkrankungen.

Psychische Gesundheit bei jungen Frauen besorgniserregend

Verschlechtert hat sich während der Pandemie auch die psychische Gesundheit. Insbesondere bei Frauen zwischen 18 und 30 Jahren bezeichnet die CSS den Zustand als besorgniserregend. Über die Hälfte beschreibt ihr psychisches Wohlbefinden als negativ. Auch der Gesamtanteil der Personen, die noch in einer psychisch guten Verfassung sind, ist gesunken.

Ein Viertel wegen psychischen Leiden krankgemeldet

Das psychische Unwohlsein spielt auch im Zusammenspiel von Beruf und Privatleben eine grössere Rolle. Langfristig belastend seien der berufliche Stress, Bewegungsmangel und das Essverhalten. Bei den jungen Erwachsenen (18- bis 40-Jährige) nehmen 60 Prozent den Beruf als ungesunden Stressfaktor wahr. Ein Viertel der Befragten habe sich bereits einmal wegen psychischen Leiden krankgemeldet.

(Long) Covid ist heute präsenter

Obwohl die Pandemie im Jahr 2020 akuter war, wird die Gesundheitsgefahr heute als grösser eingeschätzt. Laut CSS könnte das die Folge von mehrfachen Erkrankungen in breiten Teilen der Bevölkerung sein. Zudem werden auch die Langzeitfolgen von Corona heute wesentlich ernster genommen als noch vor einem Jahr.

Angst vor Gedächtnisverlust im Alter

Im Hinblick aufs Alter fürchten sich 75 Prozent der Befragten vor Alzheimer. Je älter jedoch die Befragten sind, desto kleiner wird die Angst vor dem Verlust des Gedächtnisses, was eine Folge der Krankheit ist.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 2. September 2022 15:51
aktualisiert: 2. September 2022 15:51