Nächstes Jahr will Nez Rouge Aargau seinen Fahrdienst wieder anbieten.
Foto: Keystone
Ehrenamtlicher Fahrdienst

Nez Rouge abgesagt: «Es wäre ein zu grosses Risiko»

Der Entscheid ist gefallen: Die freiwilligen Solothurner Fahrerinnen und Fahrer der Präventionskampagne Nez Rouge werden in diesem Jahr nicht zum Einsatz kommen. Aus Sicherheitsgründen wird die Aktion kurzfristig abgesagt.

Bei der Kampagne geht es darum, dass freiwillige Fahrerinnen und Fahrer Leute nach Hause bringen, die etwas zu viel Alkohol getrunken haben. Im Unterschied zum klassischen Taxi bringt jeweils ein zweiter Fahrer auch noch das Auto des betroffenen Kunden vor die Haustür. Radio 32 selber war in vergangenen Jahren an der Aktion beteiligt. Auch wenn die Verantwortlichen gehofft haben, dass die Aktion dieses Jahr durchgeführt werden kann, ist jetzt klar, dass sie ausbleibt.

12. November 2021 - 10:19

Die Medienverantwortliche Monika Kummer über die kurzfristige Absage von «Nez Rouge» in Solothurn

Radio 32

Kein unnötiges Risiko eingehen

Monika Kummer vom Solothurner-Team betont, dass man mit den steigenden Corona-Fallzahlen die Verantwortung nicht tragen wolle. «Es wäre ein zu grosses Risiko», so Kummer. Dabei wäre man eigentlich schon in den Startlöchern gewesen. In rund 3 Wochen wäre es losgegangen. Doch trotz 3G-Schutzkonzept lässt man es nun lieber bleiben. Kummer gibt zu bedenken, dass es sich bei Nez Rouge schliesslich um Freiwilligenarbeit handle und man die Gesundheit der Helfenden nicht gefährden wolle.

Hoffnung für die Zukunft

Auch im benachbarten Aargau wurde die Nez Rouge Beteiligung mittlerweile abgesagt. Die Verantwortlichen sind jedoch optimistisch, dass die Aktion im Jahr 2022 wieder stattfinden kann.

Quelle: Argovia Today & Radio 32
veröffentlicht: 12. November 2021 05:59
aktualisiert: 12. November 2021 10:27