Besonders Birken- und Eschenpollen machen den Allergikern zu schaffen.
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Pollensaison eröffnet

Mit diesen Tipps hältst du deinen Heuschnupfen in Grenzen

Die Temperaturen steigen, die Tage werden wieder länger und die Laune besser – nicht bei den Pollenallergikern. Zwei Experten erklären, wieso die Birkenpollen in diesem Jahr besonders stark verbreitet sind und wieso Staubsaugen Allergikern hilft.

Voraussichtlich anfangs April beginnen die Birken und Eschen zu blühen – natürlich abhängig von der aktuellen Wetterlage. «Verglichen mit anderen Bäumen lösen die Pollen der Birke am häufigsten eine Allergie aus», so Bettina Ravazzolo, Expertin beim Allergiezentrum Schweiz (aha). Am meisten zum Niesen bringen uns aber die Gräserpollen – auf sie reagieren rund 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Diese blühen durchschnittlich ab Mitte Mai.

Was bringt die Pollensaison 2022?

«Eine Prognose für das Pollenjahr 2022 zu machen, ist praktisch nicht möglich, da die Entwicklung jeweils stark vom Wetter abhängt, so die Expertin. Man gehe aber davon aus, dass heuer ein starkes Birkenpollenjahr wird. Bäume würden nämlich alle zwei Jahre besonders grosse Pollenmengen freisetzen und 2021 sei die Belastungswerte eher schwach gewesen.

Momentan sind es die Birkenpollen die blühen und umherfliegen.
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Was tun bei einer Pollenallergie?

Eine Pollenallergie ist keine Bagatellerkrankung und sollte immer behandelt werden, weil sich sonst ein allergisches Asthma entwickeln kann. Die Therapie erfolgt in Absprache mit dem Facharzt oder der Fachärztin. Bei einer Pollenallergie reichen meistens sogenannte Antihistaminika in Form von Tabletten, Nasensprays und Augentropfen (allenfalls in Kombination mit Kortisonpräparaten), um die Symptome im Griff zu haben.

Die Pollenallergie kann aber auch ursächlich angegangen werden, mit einer allergenspezifischen Immuntherapie (Desensibilisierung). Laut Studien können die Beschwerden um 75 bis 80 Prozent gelindert und der Medikamentenverbrauch deutlich reduziert werden.

Medikamente helfen, was noch?

Bei einer Pollenallergie ist es wichtig, den Kontakt zu den allergenen Pollen so tief wie möglich zu halten und sich über den Pollenflug zu informieren. Dies kann man zum Beispiel mit der kostenlosen App Pollen-News. Neu lässt sich ein persönlicher Pollen-Push erstellen, sodass man eine Mitteilung erhält, wenn der Belastungswert der ausgewählten Pollenart zunimmt.

Welche Vorkehrungen kann ich Zuhause treffen?

Stefan Koch lebt in England und arbeitet in der Wissenschaftsabteilung der Staubsaugerfirma Dyson. Staub gehört zu seinem Arbeitsalltag. Der Staubexperte empfiehlt nebst denn stoffigen Flächen auf Sofas oder Sesseln auch die Wohnung oder das Haus zweimal wöchentlich zu staubsaugen. «Sobald der Staub sichtbar ist, sollte geputzt werden.» Auch staubige Gegenstände wie Fernseher oder Kommoden sollten mit einem feuchten Lappen regelmässig vom Staub befreit werden. Das feuchte Aufnehmen des Bodens könne man sich je nach Art des Staubsaugers sparen.

Der Thurgauer Stefan Koch arbeitet bei Dyson in England
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Wer weniger oft staubsaugt, muss übrigens kein schlechtes Gewissen haben: Liegen keine Allergien vor, ist Hausstaub nicht gefährlich. «Je mehr Staub aber in der Wohnung ist, desto höher ist die Konzentration der Hautschuppen oder Bakterien, wenn Staub aufgewirbelt wird.» Bei Menschen, die Allergien beispielsweise gegen Pollen oder Tierhaare haben, kann Hausstaub deshalb allergische Reaktionen auslösen. «Pollen von draussen bleiben oft an den Haaren hängen und landen so in den Wohnungen.»

Krank oder Heuschnupfen?

Doch wie merke ich, ob meine Nase wegen einer Erkältung oder einer Allergie trieft? «Mit dem Schnupfentest auf der Website des Allergiezentrums Schweiz kann man in ein paar wenigen Fragen herausfinden, ob die Beschwerden auf eine Erkältung hinweisen oder ob sie eher allergisch bedingt sind», erklärt die Expertin Bettina Ravazzolo. Einige Symptome wie etwa Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen sowie auch Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren sind typisch bei einer Pollenallergie.

Quelle: PilatusToday & Radio 32
veröffentlicht: 24. März 2022 09:20
aktualisiert: 24. März 2022 09:20