An Weihnachten in Isolation – was tun?
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Merry lonely Christmas – gutes Durchhalten den Isolierten

Gemäss BAG sind aktuell über 50'000 Personen in der Schweiz in Isolation und zusätzlich rund 35'000 in Quarantäne. Für dieses eine Prozent der Bevölkerung gibt es etwas andere Weihnachten – die aber genauso schön sein können, hier ein paar Tipps.

Es ist bitter. Aktuell gibt es viele, die trotz doppelter Impfung (oder auch ohne) positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Weihnachten in Isolation verbringen müssen. Als unfair oder beschissen mögen diese die Situation bezeichnen. Warum Ich? Warum genau jetzt? Aber hey, sind es nicht oft die unerwarteten, ungeplanten, überraschenden Weihnachten, die einem besonders in Erinnerung bleiben? Deshalb mache das Beste daraus, feiere Weihnachten einmal anders – hier ein paar Tipps.

Ruf in einem Altersheim an

Es gibt viele, die aufgrund der Isolation Weihnachten nicht mit der Familie feiern können. Vermutlich aber noch viel mehr, die Weihnachten immer alleine feiern müssen. Dazu gehören ältere Personen, die keine Familien haben oder deren Freunde nicht mehr leben. Ruf doch in einem Altersheim an und frag das Personal, ob du mit einer Person, die einsam ist, an Weihnachten sprechen könntest. So hilfst du nicht nur dir, sondern einer weiteren einsamen Seele.

Sei ein digitaler Teil vom Fest

Weihnachten ist ein Fest der Nächstenliebe und diese, haben wir in der Pandemie gelernt, funktioniert auch digital. Sei am Weihnachtsfest via Videotelefonie dabei. Koch das gleiche Gericht, das es zuhause immer gibt und bestelle dir ein kleines Christbäumchen. Es gibt übrigens auch tolle Apps, in denen Spiele gespielt werden können, die sehr lustig sind. So bist du nicht allein und auch deine Familie muss nicht auf dich verzichten.

Produziere deinen eigenen Weihnachtsfilm

Sind wir ehrlich: Weihnachten sind zwar wunderschön, weil sie gewisse Rituale enthalten. Aber warum jedes Jahr «Drei Nüsse für Aschenbrödel» schauen? Das Fernsehprogramm verspricht über Weihnachten viele Klassiker, viele tolle Filme und wer will, kann die ganze Zeit vor dem Fernsehen verbringen. Ich habe einen besseren Vorschlag: Kreiere deinen eigenen Weihnachtsfilm und schicke das Video deinen Verwandten, Freunden oder Nachbarn. So hast du nicht nur etwas zu tun, sondern erlebst auch das schöne Gefühl, jemandem eine Freude zu bereiten.

Ersetze Umarmungen durch Briefe

Was dir in Isolation leider niemand geben kann, sind Umarmungen, Küsse, physische Zeichen der Liebe und Dankbarkeit. Das können Worte kaum ersetzen, aber auch sie tun gut. Wünsche dir von deinen Liebsten doch dieses Jahr keinen Toaster, Socken oder neues Snowboard, sondern Briefe, Worte, die beschreiben, was du ihnen bedeutest und mache es ihnen gleich. Setzt dich hin und überlege dir, wen du vermisst, wer dir ein gutes Gefühl gibt und was du noch nie zu einer Person gesagt hast, die du schätzt.

Geniess es, Zeit zu haben

Weihnachten ist eine Hassliebe und lässt sich mit zwei Adjektiven gut zusammenfassen: Schön streng. Die Festtage sind mit sehr viel Stress verbunden: Geschenkestress, Christbaum-Schmücken-Stress, Einkaufsstress, Guetzli-backen-Stress, Deko-Stress, Kärtchen-schreiben-Stress. Alles Dinge, die nebenbei noch erledigt werden müssen, während der Job oft gleichermassen ausgeübt wird. Geniess es, für einmal keinen Weihnachtsstress zu haben, Geschenke nicht an Weihnachten abliefern zu müssen. Lass dir Zeit beim Einpacken und verwende dieses Mal nicht Zeitungspapier, weil du vergessen hast, Geschenkpapier zu kaufen. Koche, was du willst und nicht die aufwändige, mühsame Vorspeise, die es immer gibt und erinnere dich daran, wie oft im Leben du dich schon über zu wenig Zeit beklagt hast.

Es ist bitter, an Weihnachten in Isolation zu sein, aber es gibt durchwegs schlimmeres auf der Welt. Und denk daran, nicht nur du steckst da drin, sondern allein in der Schweiz weitere rund 90'000 Menschen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 24. Dezember 2021 08:31
aktualisiert: 24. Dezember 2021 08:31