Sonnenbrillen sollten einen UVA und UVB Schutz aufweisen.
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Sommer

Sonnenbrille: Das musst du beim Kauf beachten

Eine Sonnenbrille muss nicht nur stylisch aussehen und ins Gesicht passen, viel wichtiger ist die Qualität. Die gute Nachricht vorab: Eine qualitativ gute Sonnenbrille muss nicht teuer sein.

Der Sommer ist da und mit ihm die Sonnenbrillen-Zeit. An jeder Ecke ist das Accessoire zu sehen, getragen auf der Nase oder auf dem Kopf. In allen Farben, Formen und Grössen gibt es Sonnenbrillen. Doch der Style-Faktor sollte nebensächlich sein.

Daniel Mojon, er ist unter anderem Chefarzt eines Schweizer Augencenters, erklärt, welche Qualitätsmerkmale eine gute Sonnenbrille ausmachen und wie wir «Ramschware» entlarven.

Preis

Der Preis ist beim Sonnenbrillenkauf nicht matchentscheidend. «Der Preis spielt keine Rolle. Auch günstige Modelle überzeugen.» Allerdings müssen wir, besonders bei billigen Produkten, auf folgende Merkmale achten:

UV-Schutz

Auch wenn auf der Sonnenbrille UV-Schutz steht, reicht das oft nicht aus. In diesem Fall sollte man nachhaken, sagt Augenspezialist Mojon. Es sei wichtig, dass die Sonnenbrillengläser einen UVA und UVB-Schutz haben. Besonders die UVB-Strahlen sind für unsere Augen schädlich.

Wenn vermerkt sei, dass der UV-Schutz bis 400 Nanometer gegeben ist, könne man die Brille unbedenklich kaufen. Wichtig sei allerdings, dass das Produkt eine offizielle Zertifizierung enthalte. Also zum Beispiel das EU-Siegel.

Optik

«Teure und auch korrigierte Sonnenbrillengläser sind optisch eigentlich immer perfekt», sagt Daniel Mojon. Bei günstigeren Brillen gebe es einen einfachen Test:

Die Brille zirka 30 Zentimeter von den Augen weghalten und noch mit einem Auge durch das Glas schauen. Dabei schaut man auf eine gerade Linie, am besten am Boden. Bleibt die Linie gerade ist die Optik auch bei der günstigen Sonnenbrille gut. Gibt es Wellenlinien am Boden ist die Optik ungenügend und könnte zu Augenbeschwerden führen.

Grösse

«Je grösser eine Sonnenbrille ist, umso besser», sagt Augenspezialist Mojon. Bei kleineren Brillen sollte das Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Sonnenbrille seitlich nahe am Gesicht liegt. «Am Meer oder im Schnee können 30 bis 40 Prozent des Sonnenlichts seitlich in die Augen strahlen.

Gläserfarbe

Falsch: Je dunkler ein Brillenglas, desto besser. «Diese Aussage stimmt nicht. Der Dunkelheitsgrad hat nichts mit dem Schutz zu tun. Im Gegenteil: Je dunkler, umso wichtiger ist der UV-Grad», sagt Daniel Mojon.

Bei dunklen Brillengläser werden die Pupillen grösser. Umso mehr Strahlen können auf das Auge treffen. Fazit: Lieber keine Sonnenbrille als eine mit dunklen Gläser, welche keinen UV-Schutz haben.

Kaufort

Der Augenarzt rät beim Sonnenbrillenkauf im Internet oder im Ausland extrem vorsichtig zu sein.

Wichtig zum Schluss

Handelsübliche Sonnenbrillen sind für Solarien, Schneefelder, Sonnenfinsternis und Schweissarbeiten ein Tabu. «Normale Brillen reichen hier nicht aus, es braucht Spezialschutz-Brillen. Wir sehen da teilweise ganz schlimme Sachen», sagt Daniel Mojon.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Juni 2022 12:00
aktualisiert: 17. Juni 2022 12:00