Aaregondel
Foto: Solothurner Zeitung
Solothurner Seilbahn

Projekt «Aaregondel» kann Machbarkeitsstudie durchführen dank Crowdfunding

Das Projekt «Aarengondel» geht in die nächste Runde. Nach der Projektvorstellung der Stadt-Seilbahn und der darauf folgenden Kritik von Naturschutzorganisationen, kommt nun eine Machbarkeitsstudie zustande.

Crowdfunding ermöglicht Machbarkeitsstudie

Bis jetzt war es nur eine Idee, dass man schwebend mit einer Gondel von Solothurn ins Attisholz-Areal gelangt. Das Projekt «Aaregondel» erhält nun eine Unterstützung von mehr als 13'000 CHF. Mit diesem Betrag hat man das Crowdfunding-Ziel sogar mehr als erreicht. Geplant waren ursprünglich nur 7'000 CHF über das Crowdfunding. Man hat also sogar fast das doppelte erreicht. Zusammen mit grösseren Sponsorengeldern kann jetzt zumindest eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Von der Realität einer Gondelbahn über der Aare ist man aber noch weit entfernt.

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Quelle: TeleM1

Um was geht es bei der «Aaregondel» überhaupt?

Die Idee eines grossen Mobilitäts-Projekts macht in Solothurn von sich Reden: Die «Aaregondel». Der visuelle Gestalter Reto Paul Grimm schlägt eine Projekt-Idee vor, bei der eine Gondelbahn vom Solothurner Hauptbahnhof aus, über Zuchwil bis ins Attisholz-Areal in Luterbach gebaut werden würde. «Die Zeit ist reif für eine Gondelbahn im urbanen Raum», sagt Grimm.

Reto Grimm mit dem Modell einer Aare Gondel vor der Kulisse des Attisholz-Areals.

Foto: Solothurner Zeitung

Eine kleine Express-Buslinie fährt heute schon vom Bahnhof via Biogen zum Industriegebiet Attisholz Süd. Dieses Angebot aber wird kaum genügen, um auch die künftigen Bedürfnisse abzudecken.

Der Weg der Aaregondel führt laut Plan und wie der Name schon sagt, grösstenteils entlang und über die Aare.

Foto: Solothurner Zeitung

3250 Meter lang, 17 Masten, höchster Punkt 40 Meter über dem Boden, 74 Gondeln, die jede bis zu zehn Personen Platz bieten und zusammen bis zu 2000 Menschen pro Stunde transportieren können. Bei Vollauslastung verlässt alle 18 Sekunden eine Gondel die Station und bringt die Reisenden mit 6 Metern pro Sekunde in 11 Minuten und 11 Sekunden vom Hauptbahnhof ins Attisholz – so der Plan.

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Quelle: TeleM1

Es hagelt Kritik am Projekt

Die Idee der Aaregondel erhält Gegenwind: Problematisch ist, dass die Strecke der Aare entlang über Naturschutzgebiete führen würde.

Lüthi mahnt, dass hier in der Region schon kleine Projekte zu rechtlichen Schwierigkeiten führen. Er erinnert an das «Stand-Up-Paddle-Verbot», welches für viel Aufregung sorgte. Die Vogelreservate und Schutzgebiete seien auch hier der Auslöser gewesen. Um zu verdeutlichen wie gross die Hürden für die «Aaregondel» sind, müsse man verstehen, dass es sich hier um eine «Perle des Schweizer und Solothurner Naturschutzes» handle.

Quelle: Solothurner Zeitung & Radio 32
veröffentlicht: 9. November 2021 11:38
aktualisiert: 9. November 2021 11:38