Quelle: Tele M1

Ramiswil

Das Mittelland hat wieder einen Wolf

In der Umgebung rund um Ramiswil treibt ein Wolf sein Unwesen. Demnach publizierte der Kanton am Montagabend einen Wolf-Alarm. Mehrere Experten bestätigten, dass es sich um einen Wolf handelt. Ein Lesereporter liefert ein exklusives Video.

Am Montagabend informierte das Amt für Wald, Jagd und Fischerei die Bevölkerung mittels SMS über einen «Wolf-Alarm». Der Wolf sei am Samstag in Ramiswil gesichtet worden. Wie auf dem Video zu sehen ist, war der Wolf am Passwang unterwegs. Wie Anwohner gegenüber Tele M1 sagen, ist die Angst in der Region gross, dass der Wolf in der Region Nutztiere reissen könnte.

Schafrisse im Jura – hat der Wolf bereits zugeschlagen?

Der Wolf wurde vor drei Tagen im Guldental bei Ramiswil gesichtet. Rund 20 Kilometer entfernt wurden dabei bereits zwei Schafe gerissen. Beim Solothurner Amt für Wald, Jagd und Fischerei weiss man über den Wolf Bescheid. Die Nutztierhalter in der Region wurden am Montag per SMS alarmiert. Bei den beiden Schafsrissen gibt die Behörde aber Entwarnung: «Es war effektiv nachgewiesen ein Luchs, der die Schafe am Hauenstein und in Wisen gerissen hat und nicht der Wolf.»

Nicht das erste Mal, dass ein Wolf im Mittelland gesichtet wurde

Bereits im November 2021 wurde in Eppenberg gleich an der Grenze zum Aargau ein Wolf gesichtet. 30 Jahre vorher war ebenfalls ein Wolf im Kanton Solothurn unterwegs. Dieser wurde anschliessend umgehend geschossen.

Der Vorstoss des Rothirschs in unsere Gefilde könnte dazu führen, dass sich zunehmend auch der Wolf in der Region wohl fühlt. Er folgt typischerweise den Hirschpopulationen, sagte damals Erwin Osterwalder, von der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau gegenüber ArgoviaToday: «Man sagt, wo der Rothirsch ist, da ist irgendwann auch der Wolf.» Die beiden Arten hätten sich evolutionär miteinander entwickelt, der Rothirsch sei das bevorzugte Beutetier des Wolfs.

Quelle: Tele M1
veröffentlicht: 23. November 2022 10:02
aktualisiert: 23. November 2022 10:02